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Schleswig-Holstein muss Vorreiter in der Beteiligung von SeniorInnen werden

5 September 2011 Kein Kommentar

Landtagsrede zum Thema „Seniorenmitwirkungsgesetz“

Dazu sagt Marret Bohn:

Mit dem demografischen Wandel wächst der Anteil der Älteren in unserer Bevölkerung. Bereits ein Viertel aller Schleswig-HolsteinerInnen sind 60 Jahre alt oder älter. Ältere Menschen sind heute in der Regel besser ausgebildet, aktiver und gesünder als in jeder Generation davor. Das haben wir dem medizinischen Fortschritt und den besseren Lebensbedingungen zu verdanken. Und wir alle wollen auch gern an dieser erfreulichen Entwicklung teilhaben. Diese Entwicklung ist ein Teil des demografischen Wandels.

Der demografische Wandel ist wie eine Medaille mit zwei Seiten: Herausforderung auf der einen, Chance auf der anderen Seite. Zu dieser Chance gehört eine bessere Bürgerbeteiligung, auch für ältere Menschen. Und nicht nur beim Altenparlament, sondern auch bei allen anderen Fragen. Nicht nur bei den Themen Gesundheit und Pflege, auch bei Bauen und Wohnen, bei Integration und Verbraucherschutz – überall gibt es spezifische Interessen Älterer, die berücksichtigt werden müssen.

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

Altenpolitik ist schon längst ein Querschnittsthema. Es wird höchste Zeit, dass wir Altenpolitik in allen Politikfeldern mitdenken. Viele Ältere wollen sich aktiv an der Demokratie beteiligen. Und wir sind als Abgeordnete in der Verantwortung, ihnen das auch zu ermöglichen. Auf die Erfahrungen und den Beitrag der Älteren können wir nicht verzichten. Daher sollten wir ihre Forderung nach besserer Beteiligung als Angebot ansehen. Und eine Lösung finden, die den Aspekt der Generationengerechtigkeit berücksichtigt.

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

2012 ist das „Europäische Jahr für das aktive Altern“. Aktives Altern soll hierbei gezielt gefördert werden. Genauso aktiv wollen wir die Bürgerbeteiligung fördern – gemeinsam mit den Älteren. Die älteste Teilnehmerin bei der Demonstration vor dem AKW Brokdorf war 93 Jahre alt. Bei den Protesten gegen Stuttgart 21 waren viele Ältere dabei. Die Älteren werden aktiv und es ist richtig, dass sie selbstbewusst ihre demokratischen Rechte einfordern.

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

Schleswig-Holstein ist mit seiner Kinder- und Jugendbeteiligung Vorreiter gewesen. Auch bei den Seniorinnen und Senioren sollten wir uns alle für mehr Beteiligung einsetzen. Ob hierzu der vorliegende Gesetzentwurf hilfreich ist, sollten wir im Rahmen der Anhörung in den Ausschüssen mit den Betroffenen selbst und ihren Interessenvertretungen diskutieren. Hieran werden wir Grüne uns aktiv beteiligen. Ich beantrage im Namen meiner Fraktion Überweisung in den Ausschuss.

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