[11.02.2017 | Kein Kommentar]

Zur Beschlussfassung über den Entwurf eines neuen Rettungsdienstgesetzes im Sozialausschuss sagt die gesundheitspolitische Sprecherin der Landtagsfraktion von Bündnis 90 / Die Grünen, Marret Bohn:

Der Sozialausschuss hat heute die Novellierung des Rettungsdienstgesetzes beschlossen. In der Ausweitung der Anhörung ergaben sich einige Punkte, die uns Grünen sehr am Herzen liegen:

  • – die Verankerung eines Baby-Notarztwagens,
  • – die verbindliche Festschreibung der erforderlichen Fortbildungen,
  • – die Konkretisierung der Einsatzmöglichkeiten von NotfallsanitäterInnen während der Ausbildung.

Wir freuen uns, dass wir gemeinsam mit unseren Koalitionspartnern diese Punkte in einen Änderungsantrag aufnehmen konnten. Diesen hat der Sozialausschuss heute beschlossen. Damit ist der Startschuss für ein neues Rettungsdienstgesetz in Schleswig-Holstein gefallen.

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[11.02.2017 | Kein Kommentar]

Es gilt das gesprochene Wort!

TOP 24 – Bericht des Runden Tisches Heimerziehung auswerten

Dazu sagt die sozialpolitische Sprecherin der Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen,

Marret Bohn:

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

Der Schutz von Kindern und Jugendlichen steht für uns Grüne an erster Stelle. Alle Kinder und alle Jugendliche, die Hilfe und Unterstützung benötigen, müssen diese auch bekommen.

Heimerziehung ist ein gravierender Eingriff in das individuelle Leben. Sie soll Mädchen und Jungen schützen, unterstützen und stark machen für ein selbstbestimmtes Leben.

Heimerziehung ist als Fürsorge und Unterstützung gedacht. Druck und Repression sind hier keine geeigneten Maßnahmen. Auch geschlossene Einrichtungen taugen zu diesem Zweck nicht. Das sehen jedenfalls wir Grüne so.

Die Vorkommnisse in den Einrichtungen des Friesenhofs haben uns deutlich vor Augen geführt, dass Schutz und Hilfe leider nicht immer gesichert sind. Nicht alle Einrichtungen wollen oder können die ihnen gestellte Aufgabe hinreichend erfüllen.

Nicht alle Kinder und Jugendliche sind in stationären Einrichtungen gut untergebracht. Nicht alle erhalten die Unterstützung, die für ein körperlich und seelisch unversehrtes Aufwachsen erforderlich ist. Das muss sich ändern!

Die Küstenkoalition hat Konsequenzen aus den Vorkommnissen im „Friesenhof“ gezogen und gehandelt:

Die Heimaufsucht und das Landesjugendamt wurden personell gestärkt und eine unabhängige Ombudsstelle wurde bei der Bürgerbeauftragten eingerichtet. Die Kinder- und Jugendhilfeverordnung wurde novelliert und die aufsichtsrechtlichen Aspekte wurden im Sinne des Kinder und Jugendschutzes gestärkt.

Auch der Landtag hat Konsequenzen aus dem Fall „Friesenhof“ gezogen. Der vorgelegte Antrag der Küstenkoalition fasst die inhaltlichen Ergebnisse zusammen. Zehn sehr konkrete Punkte sind zusammen gekommen. Vieles fügt sich gut zu dem, was Kristin Alheit schon auf den Weg gebracht hat. Ein paar Ansätze sind neu hinzugekommen.

Exemplarisch möchte ich das Thema der sogenannten Grenzgänger ansprechen. Es gibt Jugendliche, die so schwer erreichbar sind, dass ihnen in einer herkömmlichen Jugendhilfeeinrichtung nicht ausreichend geholfen werden kann. Mehr noch, ihr Verhalten wirkt sich stark auf die gesamte Arbeit der Einrichtung aus. Hier müssen neue Wege gegangen werden. Die Küstenkoalition hat im Haushalt 2017 500.000 Euro für Projekte bereitgestellt, die sich mit diesen jungen Menschen befassen werden.

Sie sehen: Die Küstenkoalition macht Kinder- und Jugendpolitik aus einem Guss.

Für uns Grüne gibt es einige Bedingungen für ein gutes Fundament in den Einrichtungen:

–  Wir brauchen einen Schlüssel für fachlich qualifiziertes Personal in den Einrichtungen und im Landesjugendamt.

– Wir brauchen Qualität und dafür Standards.

– Wir brauchen effektivere Kontrollen, mehr Kooperation und bessere Koordination.

– Die Überprüfung der pädagogischen Konzepte muss gewährleistet sein.

Ich bedanke mich bei allen Fachleuten, die uns am Runden Tisch beraten haben und bei Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit.

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[22.01.2017 | Kein Kommentar]

Zu der Umfrage vom Marburger Bund zu den Arbeitsbedingungen von ÄrztInnen in Schleswig-Holstein sagt die gesundheitspolitische Sprecherin von Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, Marret Bohn:

Gute Arbeitsbedingungen sind wichtig für eine gute PatientenInnenversorgung. Enorme Arbeitsverdichtung, Personalmangel und Überlastung – das sind die erschreckenden Ergebnisse der präsentierten Studie des Marburger Bundes, an der 3.700 ÄrztInnen teilgenommen haben. Neun von zehn ÄrztInnen fühlen sich überlastet – so kann es nicht weitergehen!

Die Ökonomisierung des Gesundheitswesens erweist sich zunehmend als Irrtum. Wir Grüne schließen uns der Forderung einer Rückbesinnung auf ethische statt ökonomischer Grundwerte im Gesundheitswesen an, um eine gute medizinische und pflegerische Versorgung zu gewährleisten. Wenn die Arbeitsbedingungen nicht gut sind, wirkt sich das auf ÄrztInnen, Pflegekräfte und damit auch auf die PatientInnen negativ aus. Der Mensch und eine gute medizinische Behandlung müssen im Vordergrund stehen, nicht Zahlen und Gewinne.

Wir Grüne setzen uns seit langem dafür ein, dass eine bundesweite Vereinheitlichung der Basisfallwerte erfolgt. Für die gleiche Leistung muss auch die gleiche Bezahlung erfolgen, unabhängig davon, in welchem Bundesland die OP stattfindet. Es ist nicht gerechtfertigt, dass die Klinken in Schleswig-Holstein einen Basisfallwert erhalten, der um fast acht Prozent niedriger liegt als der Spitzenwert in Rheinland-Pfalz.

Für die Personalplanung der nächsten Jahre gilt: Wenn die Anzahl der Medizinstudienplätze nicht ausreicht, muss sie erhöht werden.

Auch der bauliche Zustand von Krankenhäusern wirkt sich auf die Behandlung und die Arbeitsbedingungen aus. Mit dem Investitionsprogramm IMPULS bauen wir in Schleswig-Holstein den Investitionsstau Schritt für Schritt ab und bringen wichtige Sanierungen voran. Nur so kann eine gute medizinische Versorgung  auch in Zukunft gesichert werden.

Eins ist klar: Die Studie ist ein klares Signal dafür, dass die Arbeitsbedingungen für ÄrztInnen ebenso wie für alle MitarbeiterInnen im Gesundheitswesen besser werden müssen.

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[05.01.2017 | Kein Kommentar]

LiebeR InteressierteR,

in dem beigefügten Link findest du meine Bewerbung für die anstehende Landtagswahl!

bewerbungmarret-bohnlistenplatz5ltw2017